Spannende Rallyeaction beim MSC Zorn

Am ersten Märzwochenende starteten die Teilnehmer der Deutschen Amateurrallyemeisterschaft in den ersten Meisterschaftslauf beim MSC Zorn. Es warteten zwei knifflige Wertungsprüfungen mit 11 und 4,5 Kilometern Länge auf die Starter. Am Freitagabend wurden bereits die Papier- und technische Abnahme durchgeführt. Da alle Teams zum ersten Mal verpflichtend mit dem KNR-System ausgestattet sein mussten, wurden neben den üblichen Kontrollen von Eintragungen und Sicherheitseinrichtungen am Fahrzeug ein besonderes Augenmerk auf das HANS-bzw. Hybridsystem gelegt.

Am Samstag starte das Feld in eine 90minütige Einführungsrunde, in der die Teams den Aufschrieb erstellten und sich besonders die neue kurze Wertungsprüfung rund um den Ort Nastätten genau anschauten, denn die Streckenführung mit engen Wendungen auf und von der Kreisstrasse, über Brücken, Radwege und durch eine enge Bushaltestelle stellten so manchen Teilnehmer vor unerwartete Herausforderungen. Da hier ab WP 5 auch noch Dunkelheit und Regen die Fahrt erschwerten, gab es einige Dreher und auch Zeitstrafen wegen verpasster Schikanen, vor allem die Einfahrt in die Bushaltestellenschikane sorgte aufgrund der schlechten Sicht für Probleme bei einigen Teams. Ein präziser Aufschrieb und rechtzeitige Ansagen waren hier von Nöten und die Beifahrer hier besonders gefordert.

Auf der Prüfung 1-3, einem Mix aus schnellen Asphaltpassagen, Wiesen- und Schotterpassagen, bot vor allem die Sprungkuppe vor der kurzen Ortsdurchfahrt von Niederwallmenach sehr viel Action. Hier gab es einige Abflüge, die aber alle mit Blechschäden glimpflich ausgingen. Alle Teams wurden nach den Vorfällen von NAVC-Notarzt Markus Waclawik und seinem Team durchgecheckt und waren ok.

Bereits auf diesen drei WP´s konnten sich in der Gruppe 3 Stefan Schulze/Jochen Rheinwalt(MSC Mamming) vom absetzen und die Führung übernehmen.

Trotz der engen Schikanen, die einige der Teams bemängelten, setzen die beiden sich hier schon ab und bewegten den Subaru souverän über die Prüfungen.

Ihnen folgten die Vorjahresmeister Klaus-Jürgen Faust/ Doris Nägel(Mitsubishi Evo/ MC Lauf), die jedoch mit ein paar technischen Schwierigkeiten kämpften. Doris Nägel war grippemäßig stark angeschlagen und hielt sich trotz der Probleme bis zum Schluss durch und wurde letztendlich mit dem dritten Gesamtplatz belohnt.

Sehr stark starteten auch Martin Breiler/Katrin Rost (Rallyeteam Bodensee) auf Mitsubishi Lancer in die NAVC-Saison und holten auch dank einer Zeitstrafe für das Team Faust/Nägel auf WP 4 im Gesamt den zweiten Platz.

Auf dem 4 Platz folgten Gerd Tabbert/“Veronika Block“ auf dem starken BMW. In der Gruppe 3 kam es im Endergebnis noch zu Verschiebungen, da 3 Teams, die allesamt unter den ersten 10 im Gesamt platziert waren, wegen fehlenden Ziel-ZK-Eintrages aus der Wertung genommen werden mussten.

 

In der Gruppe 2 tummelten sich insgesamt 70 Teams. Hier beeindruckten neben den bekannt schnellen auch einige Teams, die in diesem Jahr zum ersten Mal in der NAVC-Meisterschaft gemeldet haben. So lieferte sich in der Klasse 10 Lars Garten mit Beifahrer Martin Bernhardt vom AMS Pohlheim auf BMW M3 einen harten Kampf mit dem Team Martin Stuckenberger/Miichael Stadlöder (MSC Mamming) auf BMW Compact, den nach einem Fahrfehler bei der „Bus-Stop-Schikane“ von Lars Garten dann doch Martin Stuckenberger knapp mit 2,2 Sekunden Vorsprung gewinnen konnte. Den dritten Platz in der Klasse 10 belegte das bayrische Team Alois Scheidhammer/August Regner (MSC Emmersdorf)auf Opel Corsa OPC. Auf den weiteren Plätzen folgten die Teams Knese/Knese (UMC Ulm/MCE Einsingen) auf BMW 328i und Marc und Thomas Oest(MSC Ramberg) auf BMW E36.

 

In der Klasse 9 mit insgesamt 43 Startern konnte das Team Christian Sier/Franziska Kraft (AMSC Pohlheim/MSC Salzbödetal, BMW318is), die zum ersten Mal bei einer NAVC Rallye am Start waren, die Klasse mit rund 50 Sekunden Vorsprung vor Thilo Wagner/Christina Döring (MSC Fränkische Schweiz) auf  Honda Civic gewinnen. Wagner/Döring setzen zwar noch auf WP 1 eine Bestzeit, fielen dann aber wieder zurück und behaupteten Platz 2. Auf dem dritten Rang folgten Christian und Katja Hossfeldt (AMC Gießen/ASC Rheingau) auf VW Golf Gti 16V vor Jürgen Spieß/Axel Wythe auf Opel Ascona B und Christian Röhrig/Jürgen Lüdcke(MSC Zorn) auf Peugeot 309 Gti.

 

In der Klasse 8 beeindruckten Frank Alzheimer/Sabrina Türk(AMSC Pohlheim/AC Ebern) auf Ford Fiesta mit 5 Klassenbestzeiten und ließen Wolfgang Wittmann/Robert Nikol(MSC Fränkische Schweiz), die nur eine Bestzeit mit ihrem Ford Escort MK1 setzen konnten, hinter sich. Auf dem dritten Platz folgten Arno Reuß/Michael Keller (MSG Feldberg) auf Opel Ascona B.

In der  Klasse 7 gewannen Philipp Spies/Holger Beck(MC Rettert) auf Fiat Seicento KitCar vor Thorsten Theimann und Markus Schulte (VW Polo) und  Marcel Müller/Sina Richter (MC rettert, ebenfalls VW Polo.

Die Gruppe 1 gewann souverän Frederik Leykauf vom AC Gunzenhausen auf Honda Integra zusammen mit Beifahrerin Nicole Hoffmann (ASC Rheingau), die beiden konnten auch die Klasse 4 mit 2 Minuten Vorsprung gewinnen. Auf den Plätzen 2 und 3 folgten Alexander und Sebastian Venter vom MSC Zorn auf BMW 318is und Stephan Gericke/Thomas Dommel vom MSC Jura auf Opel Kadett GSI.

In der Klasse 5 gewannen sehr souverän Gil Bruchhäuser/Marvin Krause die Klasse auf Audi A3, in der Klasse 3 siegten Steffen und Franziska Rehm (MSC Mamming) auf Honda Civic.

Insgesamt erreichten 81 Teams das Ziel der Rallye Zorn 2017, die auch noch bis spät in die Nacht in der Halle den Saisonbeginn feierten.

Text: Katja Hossfeldt

Bild: rallyemagazin – Gesamtsieger Stefan Schulze/Jochen Rheinwalt(MSC Mamming)

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