Mossandl-Erfolg für Schulze, Meistertitel für Rehm,Wagner und Breiler

Der Endlauf zur Deutschen Amateur Meisterschaft ist voll besetzt bis auf den letzten freien Platz. 99 Teams starten zur 36. Mossandl-Rallye rund um Mamming an der Isar, die bei gutem Wetter im Stil einer Rallye 70 läuft – mit einem hohen Schotteranteil von 40%. Ein langer Sprint mit Kieswerk-Durchfahrt und 90% auf losem Untergrund, ein schneller Sprint bei Höcking und ein Asphalt-Rundkurs bei Moosthenning sind je zweimal zu bewältigen.

Die Gesamtsieger bei NAVC-Rallyes pflegen aus der Klasse 11 für Allradler mit mehr als 200 PS zu kommen. Stefan Schulze und Lisa Kuhn trumpfen im Subaru Impreza in Niederbayern auf, übernehmen im Kieswerk mit der schnellsten Zeit die Spitze und bleiben vorn, obwohl sie nur noch einmal im Kieswerk eine Bestzeit erzielen. Die beiden Asphalt-Bestzeiten im ersten Durchgang holt sich Martin Stuckenberger im BMW M3 Compact, im zweiten Durchgang ist der Nürnberger Stefan Stich im Evo 9 schnellster Asphalt-Mann des Feldes. Stefan Stich und Nina Blumreich sind zwar in der Addition der Fahrzeiten nur drei Sekunden langsamer als Schulze, doch 50 Strafsekunden werfen sie auf Rang 5 zurück. Hinter Stefan Schulze und Lisa Kuhn, die nach dem Altmühlfranken-Unfall den Titel abschreiben müssen, kommen die einheimischen BMW-Piloten Martin Stuckenberger und Michael Stadlöder – im heckgetriebenen BMW M3 im Mossandl-Kieswerk ohne Chance gegen Schulze – auf einen hervorragenden zweiten Platz. Martin Breiler und Katrin Rost belegen im Mitsubishi Evo 10 den dritten Platz; das reicht für sie locker zum Titelgewinn in der Meisterschaft der Gruppe 3.

Bei den verbesserten Fahrzeugen ist Leistung gefragt. Hinter Stuckenberger belegen drei weitere BMW M3 aus der Klasse 10 mit Lars Garten, Markus Daffner und Marc Oest die nächsten Plätze vor den 2-Liter-Fahrzeugen. Die 39 Fahrzeuge der Klasse 9 fahren fast schon eine Rallye in der Rallye – mit vielen Überraschungen. Denn die Favoriten und Tabellenführer kommen über das vordere Mittelfeld nicht heraus: Oliver Wirth (BMW 318) auf Rang 5, „W.Emmersdorfer“ (ebenfalls BMW 318) auf Rang 10 und Thilo Wagner (Honda Civic) auf Rang 11. Mit zwei überragenden Zeiten im Kieswerk sichern sich die Landshuter Jürgen Spieß und Axel Wythe im Opel Ascona B den 2-Liter-Sieg. Genauso überraschend ist Platz 2 für die Ulmer Tina und Tobias Glatzel; Tina – besser bekannt als Tina Damm – lässt im Gruppe-H-Golf 37 Männer hinter sich. Auch die nächsten Plätze gehen an die schwäbischen Gäste: Tom Hettenbach und Robin Zaiß, zwei junge Drifter im 318is, lassen Tinas Eltern Siegfried und Petra Damm (Audi 80 Quattro) um vier Zehntel hinter sich. Den DAM-Titel bei den „Verbesserten“ sichern sich Thilo Wagner und Christina Döring vor den BMW-Teams Werner Müller und Jasmin Trabs sowie Oliver Wirth und Tobias Hornfeck.

In der 1600-cm³-Klasse liefern sich zwei betagte, aber flott hergerichtete Hecktriebler einen spannenden Kampf um den Sieg. Wolfgang Wittmann und Robert Nikol haben im Ziel die Escort-TwinCam-Nase um acht Sekunden vorn gegen Arno Reuß und Sabrina Thiel im Ascona B. Bei den Serien-Autos der Gruppe 1 holen sich Christian Funk und Timo Haderlein im BMW 328i den Sieg in der Klasse über 2000 cm³, Thomas Heider und Hans-Josef Zuckermeier im Renault Clio bis 2000 cm³ – zugleich bestes Gruppe-1-Team in Mamming – und die Lokalmatadoren Steffen und Franziska Rehm im Honda CRX bis 1600 cm³, womit sie auch den Gruppe-1-Titel nach Niederbayern holen.

Text: Rallye Magazin/Alfred Gorny

Foto: Motorsport-Action-Fotos, Rehm/Rehm, Meister 2017 Gruppe 1

 

 

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